www.nachhaltig-nachhaltig.org

 

 


Fast alle Landwirte wissen, dass sie nächstes Jahr kommt, ...

... aber fast keiner weiß was drin steht bzw. was das für den einzelnen Landwirt bedeutet!

 

Hintergrund & Intention:  Deutschland wurde von Brüssel angemahnt, etwas gegen die Überschreitung der EU-Ammoniak-Grenzwerte in der Luft zu tun. Da Ammoniak aus der Gülle der Landwirtschaft hauptsächlich dafür verantwortlich, ebenso wie für die 15.000 Todesfälle jährlich durch den daraus entstehenden Feinstaub, nahm man das bei uns zum Anlass, die alte Düngeverordnung zu überarbeiten.

   Ein wichtiger Kernpunkt in dieser neuen Düngeverordnung sind die Reduktion der Ammoniakemissionen in der Luft und der Nitratbelastungen im Grund- und Trinkwasser. 

  • Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung werden ALLE Landwirte die Gülle ausbringen GEZWUNGEN die Technik der bodennahen Ausbringung anzuwenden.

  • Diese Technik ist sehr teuer. Z. B., für einen Landwirt mit 150 Agrarfläche kostet der "Spaß" runde 100.000 €. Wie soll der das bezahlen, gerade bei den Tiefst-Preisen? Für kleinere Betriebe wird es noch schwieriger, weil sie oft schon an ihrer Kreditlinie sind.

  • Es gibt zwar Übergangszeiten und Zuschüsse für die Landwirte zur Anschaffung dieser Technik, aber das wird natürlich mit Steuergeldern bezahlt. Hinzu kommen gerade bei Betrieben mit Kleinflächen, dass die Traktoren nicht stark/schwer genug sind und auch hier Neuanschaffungen notwendig wären. Das sind viele Millionen Euro, die woanders wieder fehlen oder zur Unterstützung zur Etablierung einer nachhaltigen Landwirtschaft fehlen.

  • Das technische Verfahren der bodennahen Ausbringung reduziert die Ammoniakemissionen, je nach Umgebungsbedingungen (wie Temperatur, Wind, Feuchtigkeit, ...) um 30 bis 50 %.

  • Die Ammoniakemissionen aus der Gülle die zu den 15.000 Todesfälle durch daraus entstehenden Feinstaub stammen zu ca. 75 % von der Ausbringung der Gülle. D. h. mit der Technik der bodennahen Ausbringung ließen sich ggf. 3.500 bis 5.000 Todesfälle vermeiden.

 

Nachteile:

  • Wenn normale Gülle bodennah ausgebracht wird, dann steigt die Belastung in Grund- und Trinkwasser. Die Studien im Rahmen der Düngeverordnung bestätigen das nicht, aber viele andere wissenschaftliche Studien.

  • Hinzu kommt, dass kaum eine natürliche Feinwurzel eine so hohe Konzentration an Ammoniak und anderen scharfen Substanzen aus der Gülle verträgt und verätzt wird.

  • D. h., Ertragseinbußen bei normalen Saatgut sind vorprogrammiert, weil nur noch spezielle Züchtungen für hohen Mineraldüngereinsatz optimierte Pflanzen scharfe Gülle die bodennah ausgebracht wird wachsen.

  • Konzentrierte Gülle, bodennah ausgebracht tötet nahezu alle nützlichen Insekten, Würmer und Mikroorganismen.

 

Die un- oder wohlbedachte "Sauerei":

  • Wenn Gülle (fast) KEINEN Ammoniak enthält, dann kann auch bei der Ausbringung kein Ammoniak emittiert werden!

  • EINZIG & ALLEIN die Technik der bodennahen Ausbringung ist zur Reduktion der Ammoniakemissionen vorgeschrieben und zugelassen. Jeder Landwirt der Gülle ausbringt MUSS diese Technik einsetzen.

  • Es gibt KEINE Ausnahmen für Gülle die (fast) KEINEN Ammoniak enthält wie z. B. Gülle aus Biogasanlagen (bestätigt durch die Fachagentur für Nachwachsende Rohstoffe www.fnr.de, ebenfalls eine Einrichtung des BMEL) oder milchsauer veredelte Gülle.

  • Gülle, die dem Verfahren der milchsauren Veredelung unterzogen wurde SOLLTE möglichst gut und weit verspritzt werden, weil die Gülle nicht nur ein sehr Pflanzen und Bodenleben verträglicher Dünger sondern auch ein hochwirksames Blattstärkungsmittel ist.

  • Da veredelte Gülle (fast) KEINEN Ammoniak enthält, können bei Einsatz von diesem Verfahren 10.000-12.000 Todesfälle vermieden werden.

  • Die politischen Entscheidungsträger nehmen mit der Ausschließlichkeit der bodennahen Ausbringung normaler Gülle, 5.000 bis 7.000 Todesfälle durch Feinstaub aus dem Ammoniak der Gülle in Kauf.

  • Die politischen Entscheidungsträger nehmend mit der Ausschließlichkeit der bodennahen Ausbringung normaler Gülle enorme Kosten für die einzelnen Landwirte für Neuanschaffungen technischer Geräte und die Verschwendung vieler Millionen Euro für Zuschüsse bei der Anschaffung in Kauf.

  • Einzige Nutznießer dieser Verordnung sind weder Umwelt oder Bürger, sondern ein paar Maschinenhersteller und Anbieter von Gülle-resistentem Saatgut.

 

NOCH kann man was tun ...

  • Der Entwurf der neuen Düngeverordnung wurde dem EU-Agrarausschuss zur Notifizierung vorgelegt und auf Grund von "Mängeln" der Bundesregierung bzw. dem BMEL mit der Aufforderung zur Überarbeitung zurück gegeben.

  • D. h., noch ist nichts verabschiedet.

  • Die neue Düngeverordnung muss um weitere Verfahren zur Reduktion der Ammoniakemissionen, etc. erweitert werden bzw. andere Verfahren als Alternative zur bodennahen Ausbringung zulassen.

  • Landwirte müssen informiert werden, was die neue Düngeverordnung für sie bedeutet und das es Alternativen gibt.

  • Landwirte die keine Lust auf teure Technik mit geringem Wirkungsgrad haben müssen bei ihren Verbänden, Landtags- und Bundestagsabgeordneten Druck machen, was zu tun.

  • Bürger, die keine Lust auf Steuerverschwendung haben, müssen bei ihren Verbänden, Landtags- und Bundestagsabgeordneten Druck machen, was zu tun.

  • Klingt plakativ, ist aber so und lässt sich auch nicht schöner reden:  Keiner will selber Teil der 15.000 Todesfällen durch Feinstaub aus dem Ammoniak von Gülle sein oder zusehen wie geliebte Menschen daran leiden und sterben. Auch das ist noch vermeidbar.

  • Verantwortungsbewusste Journalisten und Medien sind aufgerufen zu informieren ...


Probleme, eine Lösung und Aktivitäten    |   Bericht:  15.000 Todesfälle durch Ammoniak aus Gülle
(Vorstellung einer SEHR günstigen Möglichkeit zur nahezu vollständigen Reduktion von Ammonium/Ammoniak in Gülle)




Eine mögliche Lösung
  • Es geht bei der Pflicht zur bodennahen Ausbringung der Gülle primär um die Reduktion der (Ammonium-/) Ammoniakemissionen.

  • Mit der bodennahen Ausbringung werden die (Ammonium-/) Ammoniakemissionen um 30-50 % reduziert, die Todesfälle durch Feinstaub aus dem Ammoniak von Gülle bestenfalls.

  • Es gibt jedoch deutlich effizientere Möglichkeiten der Ammoniakreduktion in der Gülle von 80-90 %, ggf. 99 % (wie z.B. Gülle aus Biogasanlagen, bakteriologisch behandelte Gülle, etc.) mit einer äquivalenten  Reduktion der Todesfälle durch Feinstaub aus dem Ammoniak von Gülle. Das ist eine beachtliche Differenz an vermeidbaren Todesfällen jährlich.

 

Die LÖSUNG wäre eigentlich ganz einfach UND unaufwendig!

  • Man müsste nur einen Ammonium-/Ammoniakgrenzwert für Gülle z. B. 3 Tage vor der Ausbringung definieren und Gülle deren Ammoniakgehalt unter dem Grenzwert liegt kann wie gehabt ausgebracht werden und was darüber liegt bzw. normale Gülle muss eben bodennah ausgebracht werden.

  • Auf diesen Weg ist es völlig gleichgültig ob Gülle aus Biogasanlagen, veredelte Gülle, … manch einer erreicht das auch durch Einbringung von Pflanzenkohle in die Gülle … (es gibt einige biologische Verfahren um Ammonium/Ammoniak konstruktiv zu binden, vor allem BIO-Betriebe haben einige eigene, sehr effiziente „Techniken“ entwickelt)  oder eben Niederausbringtechnik bei normal-ammoniakhaltiger Gülle – …

  • … DAS ERGEBNIS (die Reduktion der Ammonium-/Ammoniakemissionen, etc.)  IST ENTSCHEIDEND!

  • Schnelltests für Ammonium-/Ammoniak kosten 15 Euro und weniger. Das ist selbst für Landwirte ein Taschengeld.

  • Die Effizienz der Düngeverordnung hinsichtlich der Reduktion von Ammonium-/Ammoniakemissionen wird dadurch sogar erhöht (weil z. B.  biologisch behandelte Gülle die Emissionen von Ammoniak durch Umwandlung deutlich mehr reduzieren als die bodennahe Ausbringung normaler Gülle).

  • Auf diese Weise werden Steuergelder für unnötige Zuschüsse zur Anschaffung einer suboptimalen Technik eingespart, dem Landwirt eröffnen sich deutlich günstigere und bessere Alternativen, die Gewässerbelastung wird minimiert, ... UND es werden viele tausend Todesfälle jährlich durch Ammoniak aus Gülle vermieden.

  • Eine entsprechende Anpassung der Düngeverordnung ist problemlos und ohne Verzögerungen machbar, WENN die Entscheidungsträger nur wollen - und Landwirte nach Alternativen verlangen.

  • Eine milchsaure Gülleveredelung funktioniert auch mit Gülle aus Biogasanlagen.

  • Milchsauer veredelte Gülle wird nicht nur bestens von Feinwurzeln der Pflanzen aufgenommen, sondern stärkt auch das erwünschte Bodenleben UND sogar oberirdische Pflanzenteile. D. h., hierdurch wird mehr von der Gülle umgesetzt/verwendet, wodurch Grund- und Trinkwasser ebenso eine entsprechende Belastung wie z. B. durch Nitrate, etc. reduziert werden könnte.

 

 


Probleme, eine Lösung und Aktivitäten   |   Bericht:  15.000 Todesfälle durch Ammoniak aus Gülle
(Vorstellung einer SEHR günstigen Möglichkeit zur nahezu vollständigen Reduktion von Ammonium/Ammoniak in Gülle)


 

Aktivitäten

Anmerkung zur Löschung des Beitrages:   Wenn ein Moderator Zeit hat einen Beitrag aus den Verkehr zu ziehen, dann sollte der Moderator auch die Zeit haben dies dem Beitragsschreiber mitzuteilen, was ihn dazu veranlasst hat. Bis heute, 07.08.2016 erfolgte keine weitere Reaktion. Auch nicht vom scheinbar überforderten Betreiber des Forums. Wer den Beitrag trotzdem lesen möchte, kann dies beim Forum von `Mein Schöner Garten´:  https://forum.mein-schoener-garten.de/posts/list/4820486.page. Hier hat der Beitrag am 7.08.2016, 4 Tage nach Veröffentlichung bereits 1.466 Aufrufe.

Hinweis zum Schreiben des Betreibers vom Forum Landtreff:

Wie der Betreiber vom Forum www.landtreff.de in seiner Email vom 4.08.2016 schrieb, verstößt der Beitrag gegen keine Regeln - aber es wurde schon mal etwas zur Düngeverordnung geschrieben - allerdings nicht in Bezug auf die bodennahe Ausbringung und mögliche, bisher nicht berücksichtigte Alternativen. D. h., das Forum Landtreff unterbindet damit die Vermittlung neuer Blickwinkel und für Landwirte sehr wichtige Lösungsmöglichkeiten. Ebenso schreibt er darin, dass kontroverse Diskussionen im Forum von Landtreff unerwünscht sind! Auch eine Umfrage zu diesem Punkt hält der Betreiber für nicht notwendig.

Wenn jedoch Landwirte NICHT erfahren, dass es Alternativen gibt, dann können sie auch nicht danach verlangen, diese mit in die Düngeverordnung mit aufzunehmen. Das es Alternativen gibt und das die Landwirte da auch was tun können, dass diese mit berücksichtigt werden, war mit Intention meines Beitrages.

Am 10.08.2016, 12:33 Uhr schrieb ich dem Betreiber vom Forum Landtreff erneut:  Link zu meiner Email

Und schon um 13:32 Uhr erhielt ich eine Email, in der jedoch nur stand, dass der Betreiber des Forums einer Veröffentlichung seiner Emails und Auszügen, auch aus dem Forum(!!!) widerspricht. Da mag sich jeder seinen Teil dazu denken. Die Emails und Bildschirmfotos wurden daraufhin um 14:30 Uhr bis auf weiteres von dieser Seite genommen.

Moderatoren, Betreiber, ... vom Forum Landtreff scheinen kein Interesse zu haben, dass die Landwirte von Alternativen zur bodennahen Ausbringung erfahren!

Ob das noch der Intention eines Forums entspricht ist fraglich, denn ein Forum lebt von kontroversen Standpunkten und einem (gesitteten) Meinungs-/Erfahrungsaustausch. Beim Forum LANDTREFF ist das anders:  Was den Betreiber und den Moderatoren sowie evtl. Unterstützern nicht gefällt hat im Forum Landtreff keinen Platz. Schade, dass sich das Forum Landtreff so weit von der Idee eine Forums im ursprünglichen Sinne entfernt hat aber da das Forum www.landtreff.de ein persönliches Forum des Betreibers ist, kann er dort machen was er will - und sei es willkürliche Zensur.

In diesem Sinne sollten Landwirte, Leser, ... vom Forum Landtreff bei ihrer Meinungsbildung die "Wertigkeit" des Forums und der Beiträge sowie Kommentare dazu entsprechend kritisch berücksichtigen.

  • 10.08.2016, 12:00 Uhr:  Der Beitrag zur Düngeverordnung im Forum `Mein Schöner Garten´ hat nach 7 Tagen über 2.100 Aufrufe!

 

1.     Wird das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bzw. Sie Herr Bundesminister Schmidt bereit, Ihr Möglichstes zu tun um die o. g. wissentliche Inkaufnahme 6.000-8.000 Todesfälle jährlich sowie Allergien u. ä. Beeinträchtigungen durch diesen Feinstaub aus dem Ammoniak der Gülle zu verhindern?

 

2.     Wenn ja was gedenken Sie zu tun?

 

3.     Wenn nicht, sind Sie als Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft bereit, für die 6.000-8.000 leicht vermeidbaren Todesfälle, vermeidbare Allergien und weitere Leiden aus Feinstaub aus dem Ammoniak der Gülle die politische und ggf. strafrechtliche (wegen Unterlassung …) Verantwortung zu übernehmen?

 

1.     Wird das Bundesministerium für Gesundheit bzw. Sie Herr Bundesgesundheitsminister Gröhe bereit, Ihr Möglichstes zu tun um die o. g. wissentliche Inkaufnahme 6.000-8.000 Todesfälle jährlich sowie Allergien u. ä. Beeinträchtigungen durch diesen Feinstaub aus dem Ammoniak der Gülle zu verhindern?

 

2.     Wenn ja was gedenken Sie zu tun?

 

3.     Wenn nicht, sind Sie als Bundesgesundheitsminister bereit, für die 6.000-8.000 leicht vermeidbaren Todesfälle, vermeidbare Allergien und weitere Leiden aus Feinstaub aus dem Ammoniak der Gülle die politische und ggf. strafrechtliche (wegen Unterlassung …) Verantwortung zu übernehmen?

 

1.     Sind Sie Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel bereit, Ihr Möglichstes zu tun um die o. g. wissentliche Inkaufnahme 6.000-8.000 Todesfälle jährlich sowie Allergien u. ä. Beeinträchtigungen durch diesen Feinstaub aus dem Ammoniak der Gülle zu verhindern?

 

2.     Wenn ja was gedenken Sie zu tun?

 

3.     Wenn nicht, sind Sie als Bundeskanzlerin bereit, für die 6.000-8.000 leicht vermeidbaren Todesfälle, vermeidbare Allergien und weitere Leiden aus Feinstaub aus dem Ammoniak der Gülle die politische und ggf. strafrechtliche (wegen Unterlassung …) Verantwortung zu übernehmen?

 
  • 26.08.2016 - Ein erster Erfolg:  Schreiben vom BMEL mit Mitteilung, dass Bedenken und Lösungsvorschläge zu Problemen im jetzigen Entwurf der Düngeverordnung geprüft werden.

    

 

        Okay. Das klingt doch schon mal ganz gut. (Siehe dazu die nachfolgende Zwischenbilanz.)

        Aber um Missverständnisse zu vermeiden, möchte ich es gerne noch etwas genauer wissen und auch die Entwicklung der neuen Düngeverordnung weiter verfolgen. Daher ...

 

  • 30.08.2016:  Kurze Zwischenbilanz meiner Aktivitäten

       Mit der Mitteilung vom BMEL vom 26.08.2016 ist schon mal ein wichtiger Meilenstein erreicht. Sie klingt zwar erst einmal etwas "lapidar", ABER:  Die politisch Verantwortlichen im BMEL, namentlich Herr Bundesminister Schmidt, haben damit ALLE meine bisher mitgeteilten Bedenken, evtl. Konsequenzen und Lösungsvorschläge zur Kenntnis genommen.
       D. h., wenn nun keine entsprechende Optimierung
    der Düngeverordnung
    im Sinne meines Vorschlags vorgenommen wird, werden die von mir mitgeteilten Nachteile wie z. B. vermeidbare Todesfälle WISSENTLICH in Kauf genommen, was dann wiederum politisch UND strafrechtlich(!!!) verantwortet werden müsste. Später zu sagen, man habe es nicht gewusst, funktioniert nicht jetzt mehr.
       Nun, es sind Minister und Regierungen schon für deutlich weniger zu Fall gekommen, wobei dies nicht im Sinne meiner Intention ist - aber Motivation für die politischen Entscheidungsträger!

      
    • Mal schauen ob diesbezüglich auch noch eine Rückmeldung bzw. Stellungnahmen aus dem Kanzleramt und auch von den EU-Agrarausschuss-Mitgliedern kommen.
    •    Von den Bauerverbänden (siehe meine Schreiben weiter oben) erhielt ich zwar teilweise Lesebestätigungen aber sonst nichts. D. h., das Thema ist den Verbänden scheinbar unbequem. Es besteht offensichtlich kein Interesse der Bauern-Landesverbände ihr Mitglieder über Konsequenzen der neuen Düngeverordnung zu informieren, geschweige denn über Alternativen.
        
      Dasselbe gilt auf hinsichtlich die Nutzung politischer Kontakte, damit die die Düngeverordnung vor allem auch im Sinne der Landwirte entsprechend ergänzt bzw. optimiert. Auch hier besteht offensichtlich
      kein Interesse der Bauernverbände irgendwie für ihre
      Mitglieder tätig zu werden.
      Persönlicher Eindruck:  Irgendwie scheinen die Bauerverbände gar keine Bauerverbände zu sein sondern ein Zusammenschluss der  technischen und "chemischen" Agrarindustrie um Landwirte gezielt mit überwiegend kommerziellen orientierten Informationen zu des-/informieren. Auch die Zeitschriften/Zeitungen der Verbände sind zum Großteil aus dieser Ecke werbefinanziert. Liebe Landwirte, ein Tipp:  Die Landesverbände gehören dringend "reformiert". IHR Landwirte entscheidet mit, wer Euch repräsentiert! Natürlich haben die "Guten" wenig Zeit, aber wenn nicht die "Guten" bereit sind sich angemessen zu engagieren, dann bleiben ja nur die von Eigennutz geprägten Leute übrig (die tun aber nix für Euch).

Hinweis zu Presseanfragen von Journalisten:  Öffentliche Einrichtungen, Verwaltung, Politik aber auch Verbände und Organisationen sind verpflichtet bzw. angehalten Presseanfragen von Journalisten möglichst zeitnah zu beantworten und öffentlich relevante, angeforderte Informationen zur Verfügung zu stellen. Wenn trotz mehrmaliger Aufforderungen/Bitten/... keine Reaktion erfolgt, ist keine Antwort auch eine Antwort ... - vor allem, wenn der Empfang der Schreiben rückbestätigt wurde, man also den Inhalt zur Kenntnis genommen hat.

 

14.10.2016:       Man hat reagiert ... ganz still und leise ... nur leider anders als erhofft! Es gibt eine neue Überarbeitung der

                          neuen Düngeverordnung ...

Auf der Seite https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Pflanzenbau/Ackerbau/_Texte/Duengung.html#doc604012bodyText3 unter "Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 4 Satz 1 des Düngegesetzes" kann man den neuen Entwurf herunterladen UND bis zum 28.11.2016 Kritik und Anregung einreichen.

Hier geht es mit keinem Wort mehr um eine Reduktion der Ammoniakemissionen bei der Ausbringung von Gülle, sondern "nur" noch um die Reduktion der Nitrat-/Nitritwerte im Grund-/und Trinkwasser. Damit glaubt man sich "elegant" aus der Affäre gezogen zu haben - aber die Aufforderung aus Brüssel zur Ammoniakemissionen bleibt nach wie vor bestehen. Ebenso die 5.000 bis 8.000 vermeidbaren Todesfälle durch den daraus entstehenden Feinstaub.

Auch im aktualisierten Entwurf wird die bodennahe Ausbringung als einzige Lösung ohne Alternative genannt. Das ist gerade schon "abartig", weil Solange die selben Mengen konventioneller Gülle ausgebracht werden (müssen), wird die bodennahe Ausbringung:

 

1.  das Bodenleben (so weit noch vorhanden) gänzlich abtöten.

 

2.  nur noch stark Ammoniak-resistentes Saatgut bzw. Pflanzen mit Ammoniak resistenten Wurzeln vernünftigen Ertrag gewährleisten können und man damit auf (teure) Spezialzüchtungen abhängig wird.

 

3.  Durch die direkte Einbringung in den Boden, z. T. durch richtige Injektionen, die Nitrat-/Nitrit-Belastung im Grundwasser ziemlich sicher in den nächsten 3-5 Jahren deutlich steigen wird.

 

4.  Die Probleme der Ammoniakemissionen bleiben nach wie vor bestehen. Ebenso die 5.000 bis 8.000 vermeidbaren Todesfälle durch den daraus entstehenden Feinstaub

Was mit der neuen PFLICHT-Technik auf die Landwirte zukommt, zeigt schon 2015 Klaus-Dieter Sens vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen, Bildungs- und Beratungszentrum Alsfeld, in seiner Präsentation "Technik der Gülleausbringung nach der neuen Düngeverordnung", die Sie hier als PDF-Datei downloaden können. Hierin beschrieben sind auch die Maschinen, die in Zukunft zur Gülleausbringung erlaubt sind - und was sie kosten. - Viel "Spaß".

Also liebe Landwirte, wer darauf keine "Lust" hat, kann nun seine Äußerungen, Bedenken, Bemerkungen, Anregungen, ... noch bis zum 28.11.2016 schriftlich per Einschreiben einreichen:  https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Pflanzenbau/Ackerbau/_Texte/Duengung.html#doc604012bodyText3 unter "Öffentlichkeitsbeteiligung nach § 3 Absatz 4 Satz 1 des Düngegesetzes" ist die Anschrift und der Betreff.

 

AKTUELL

03.01.2017        Wenn auch über "2-3 Ecken":  ERFOLG auf (nahezu) ganzer Linie!

Das MLR Ministerium für Ländlichen Raum (Baden-Württemberg) veranlasst die Erforschung von milchsaurer Veredelung von Gülle (siehe letzter Satz!):

Respekt und Gratulation an unsere Landesregierung bzw. den entsprechenden Einrichtungen und Entscheidungsträgern!

 

Bemerkenswert

… Da musste ich natürlich genauer nachforschen/recherchieren, führte ein paar Gespräche und siehe da (ich bin ja fast sprachlos):

Im Prinzip wurden ALLE meine Vorschläge in meinen Schreiben

an Herrn Landwirtschaftsminister Hauk vom 21.07.2016, siehe oben bzw.

http://www.nachhaltig-nachhaltig.org/Mykorrhiza/download/20160721%20Schreiben%20an%20LW-Minister%20(BW)%20Herrn%20Hauk.pdf

und an Herrn Kretschmann vom 26.07.2016, siehe oben bzw.

http://www.nachhaltig-nachhaltig.org/Mykorrhiza/download/20160726%20Schreiben%20an%20MP%20Kretschmann%20(BW).pdf

nahezu vollkommen umgesetzt.

Und nun darf man mal raten WER den Forschungsauftrag erhielt … NICHT die landwirtschaftliche Versuchsanstalt Aulendorf (mit meinem speziellen "Freund" der alles was mit Mikroorganismen zu tun hat als Esoterik und Bauernfängerei bezeichnet) sondern die Uni Hohenheim mit dem von mir empfohlenen Koordinator Dominik Wüst unter der Leitung von Dr. Kruse.

 

BINGO!!!

Das sind z. T. international anerkannte Wissenschaftler und Fachleute, kritisch, sachlich, kompetent, aber nicht voreingenommen sondern auch persönlich sehr neugierig/interessiert, hatten aber für entsprechende Untersuchungen bisher nie ein entsprechendes Budget bzw. Forschungsauftrag mit entsprechender Finanzierung.

Jetzt wird die Sache untersucht und zwar von den richtigen Leuten.

.

HERZLICHEN DANK

Das ist ein wirklicher Erfolg der ohne der Mitwirkung der Medien und einiger anderer engagierter Menschen, vielleicht nicht so gelungen wäre.

 

Der `Clou´

Der neue Entwurf der Düngeverordnug vom Oktober 2016 ist zwar fast unverändert zu dem von Dezember 2015, ABER er gibt den einzelnen Bundesländern WEIT-reichenden Spielraum für alle möglichen Arten von Alternativen/ Ausnahmeregelungen, solange die EU-Grenzwerte eingehalten werden. Wenn nun auf Landesebene entsprechende Forschungen (siehe oben) sich als erfolgreich erweisen, können diese Lösungen bis hin als Alternative zur Niederausbringtechnik zugelassen werden.

(Vor allem, wenn sich die Beobachtungen hinsichtlich der blattstärkenden Wirkungen milchsauer veredelter Gülle im Zuge des Forschungsprojektes bestätigen sollten, ist eine feine und oberirdische Ausbringung sogar notwendig.  Ähnliches gilt für Prognosen hinsichtlich der Reduktion des Ammoniaks sowie des Gestanks sowie der Reduktion der Nitratbelastungen im Grundwasser. Wenn das in einem gesunden Boden vorhandene Mikro-Ökosystem nicht durch "scharfe Gülle" getötet/ausgerottet wird sondern die Mikroorganismen mit veredelter Gülle "mitgefüttert" werden bzw. sich beim Umbau beteiligen, dann kann man davon ausgehen, das sich das eben in weniger Nitrat im Grundwasser reflektiert.)

Dank des Forschungsprojektes wird man sehen(!) - und zwar BEVOR die Übergangsfristen zur Pflicht-Anschaffung von Niederausbringtechnik abgelaufen sind.

 

Aussicht: `Träumen erlaubt´

Wenn die Versuche/Forschungen die bisherigen Beobachtungen bestätigen (und ich prognostiziere, eine Wahrscheinlichkeit von 90 % + X Erfolg), dann kann das ...

… mit zur ersten (abgesehen mal von Nahrungsmittel wie Käse, Joghurt, Sauerkraut und Co) großflächigen Anwendung von Mikroorganismen in der konventionellen Landwirtschaft führen und …

 … mit diesem Schlüsselerlebnis/Aha-Erlebnis (hinsichtlich der Leistungsfähigkeit und dem Nutzen von Mikroorganismen) bei den konventionellen Landwirten einen wichtigen ggf. sogar ausschlaggebenden Impuls (Sensibilisierung) bezüglich Eigeninteresse an einer Weiterentwicklung hin zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bewirken. („Jede große `Lawine´ begann meist mit einem klitzekleinen `Steinchen´.“)

… und wer weiß, auch wenn es heute noch unwahrscheinlich klingen mag, die Möglichkeit besteht und die Tendenz dazu steigt. Schaun wir mal … ;)

 

Selbstverständlich bleibe ich da dran und bemühe mich gemeinsam mit anderen Medien um eine redaktionelle Begleitung des Forschungsprojektes.

 

 

03.02.2017:

 

20.02.2017

Heute erhielt ich von der Pressestelle des MLR Baden-Württemberg die Bestätigung

 

 

20.02.2017:  Selbstverständlich, bin nicht nur ich neugierig, daher bat ich in meinem Antwortschreiben um weitere Informationen.

Auszug:


Sehr geehrte Frau Kling 

Vielen lieben herzlichen Dank.

D. H., das BMEL oder die www.fnr.de sind da nicht mit involviert (nur zur internen Information) und dieser Forschungsauftrag ist eine (erfreuliche) Initiative des MLR Baden-Württemberg.

... wäre es vielleicht mal möglich, ..., ein paar Informationen von der Uni, die interne Einrichtung/Institut die die Versuche durchführen, ggf. einfach auch paar Fotos von den Versuchsaufbauten und ggf. auch eine Vorstellung der Projektleitung zu erhalten? Vielleicht ein Gruppenfoto vom Forschungsteam. (Nicht erst nach Abschluss der Versuche.)

...

Herzliche Grüße

Martin Wetzel


 

 

  • Weiteres folgt!





Probleme, eine Lösung und Aktivitäten   |   Bericht:  15.000 Todesfälle durch Ammoniak aus Gülle
(Vorstellung einer SEHR günstigen Möglichkeit zur nahezu vollständigen Reduktion von Ammonium/Ammoniak in Gülle)


 

Feinstaub und Gülle von Quarks & Co vom 23.05.2016

Ammoniak aus Gülle verursacht 45 % vom gesamten(!) Feinstaub in Deutschland und verursacht 15.000 Todesfälle jährlich.

Wie & Warum:

Link zum Beitrag (2 Minuten):  http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/video-feinstaub-toetet-100.html und http://www1.wdr.de/fernsehen/quarks/feinstaub-landwirtschaft-100.html

Betrachten wir die Maßnahmen und finanziellen Aufwendungen zur Reduzierung des Feinstaubs allein im Straßenverkehr (7.000 Tote jährlich), könnte man meinen, dass entsprechende Maßnahmen zur Reduzierung des Ammoniaks aus der Gülle und den daraus entstehenden Feinstaub (15.000 Tote jährlich) noch aufwendiger und teurer werden.

 

Es wird auch richtig teuer: für Landwirte, Bürger & Steuerzahler, Umwelt und vor allem in Hinsicht der leichtfertigen Akzeptanz von tausenden von Todesfällen, wenn die neue Düngeverordnung in der jetzigen Form (01.07.2016) verabschiedet wird.

    



Probleme, Aktivitäten und eine Lösung   |   Bericht:  15.000 Todesfälle durch Ammoniak aus Gülle
Vorstellung einer SEHR günstigen Möglichkeit zur nahezu vollständigen Reduktion von Ammonium/Ammoniak in Gülle



www.nachhaltig-nachhaltig.org -> Düngeverordnung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum & Kontakt:

Martin Wetzel, Postfach 1407, 78106 St. Georgen im Schwarzwald // T:  077 24 - 949 9000 // martin.wetzel@nachhaltig-nachhaltig.org

 

www.nachhaltig-nachhaltig.org