Hier
ein wenig unvermeidbare Bauphysik - dafür (hoffentlich) leicht
verständlich beschrieben. Unvermeidbar, weil nachfolgende
Begriffe häufig verwendet werden, jedoch oft einen missverständlichen
Eindruck beim Kunden vermitteln. Als Folgen eines Missverständnisses
könnten vermeidbare und teure Schimmel-, Bau- und Wohnschäden
entstehen, die beträchtliche gesundheitliche Beeinträchtigungen
zur Folge haben können.
Wir unterscheiden
zwischen Physik und Bauphysik,
da wir mit Bauphysik in erster Linie die für den Menschen
relevante Faktoren bezeichnen.
Beispielsweise
der Begriff "diffusions-offen"! Rein
physikalisch ist alles diffusions-offen, selbst Glas und Metall.
Bauphysikalisch sprechen wir von diffusions-offen, wenn Feuchtigkeit
von innen nach außen durch die Wand diffundieren kann, ohne
Schäden zu erzeugen. Praktisch übersetzt heißt
das: OSB-Platten, etc., Betonblocksteine, Styropor, PU, usw. "diffusions-offen"
sind nur rein physikalisch gesehen diffusions-offen. Bauphysikalisch
sind sie es nicht und die Bewohner des jeweiligen Hauses benötigen
ein Lüftungssystem. Ein gutes Beispiel für diffusions-offene
Baustoffe sind Holz (nicht "Holzwerkstoffe"), Gipsfaser
& Gipskartonplatten, Lehm, Ton, etc.
Weiterhin der Begriff
Atmungsaktivität!
Atmungsaktiv bedeutet nicht, dass man nicht mehr lüften muss.
Ein atmungsaktives Außenwand- und Dachsystem funktioniert
wie unsere Haut! Feuchtigkeit, Gase, auch Sauerstoff und anderes
werden durch die Haut ausgeschieden, aber es ersetzt die Atmung
über unsere Lunge nicht. Zur Lüftung eines atmungsaktiven
Hauses reicht aber eine gelegentliche Stoßlüftung über
die Fenster. Wäre unsere Haut vollständig hermetisch
abgedeckt,würden wir innerhalb weniger Stunden ersticken,
wenn keine klinisch-technische Versorgung gewährleistet wäre.
Auch in einem hermetisch geschlossenen Haus muss unbedingt ein
Lüftungssystem installiert werden.
Ein deutliches
und wünschenswertes Kennzeichen einer atmungsaktiven Außenhülle
ist, dass auch bei Regenwetter die Luftfeuchtigkeit im Haus deutlich
niedriger ist als außerhalb des Hauses, meist ist die Innenluft
sogar eher etwas zu trocken.
Wie nun genau Atmungsaktivität
funktioniert, erklären wir auf der nachfolgenden Schautafel.
Zum Erkennen von Details ist ein Ausdruck auf 2 A4 Seiten notwendig.
Wir versprechen, dass dieser Ausdruck sich lohnt, sie werden hinterher
die Funktionsweise einer atmungsaktiven Wand verstehen!
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